Wenn wir ein paar Schritte zurücktreten und einen objektiven Blick auf unsere Zivilisation werfen, zeichnet sich eine unerfreuliche Perspektive ab. Forderungen der Wirtschaft und der Politik nach ständigem Wachstum können auf einem endlichen Planeten aus Prinzip niemals erfüllt werden. Unsere Generation hat die Grenzen des Wachstums innerhalb des Ökosystems Erde erreicht. Und für ökologische und physikalische Limits kann niemand einfache und schmerzlose Lösungen aus dem Hut zaubern.
,
Es gibt viele historische Präzedenzfälle für große Zivilisationen im Niedergang, dem Interessierten steht eine reichhaltige Literatur zum Thema zur Auswahl. Genau genommen hat jede vorangegangene Zivilisation einen Zyklus von Aufstieg und Untergang durchlaufen. Jedoch ist der Niedergang der westlichen Welt für uns keine akademische Übung, sondern die Realität, die uns und unsere Nachkommen von nun an für viele Generationen begleiten wird.
Der Überbringer unbequemer Nachrichten darf für seine Bemühungen, auf den grundlegenden Wahnsinn und die Unvernunft unseres Gesellschaftssystems hinzuweisen, keine Dankbarkeit erwarten. Der Status Quo ist durch Erziehung und Bildungsystem derart fest im allgemeinen (Un)Bewusstsein verankert, dass nur wenige diesen in Frage stellen.
Wir wollen unsere Kreativität, Energie und Zeit in diesem Moment der Geschichte nicht für den Versuch einer Veränderung der gesamten Gesellschaft aufwenden und uns in anonymen Initiativen verlieren. Veränderung in einem überschaubaren Bereich, wo unser Einfluss unmittelbar spürbar ist, ist unser Gebot der Stunde. Sollte Dun Hag erfolgreich sein, erhoffen wir uns in weiterer Folge eine Vorbildwirkung für andere, ähnliche Projekte. In den nächsten Jahren liegt unser Fokus jedocj ganz innerhalb der zu entstehenden Resilienz-Gemeinschaft von Dun Hag.
dun hag
