Fakten und Rahmenbedingungen

Genauso wie jedes Ökosystem ein klares Limit für das Wachstum einer Spezies setzt, genauso hat unser Projekt an seinem derzeitigen Standort ein Limit. Dieses Limit wird durch die bauliche Situation, Flächenwidmungen und die landwirtschaftliche Nutzfläche vorgegeben.

 

Aus diesem Grund planen wir eine aus zwei Teilen bestehende Gemeinschaft. Eine Kerngruppe soll permanent vor Ort leben, ein äußerer Kreis gehört genauso zum Projekt, lebt aber bis auf einzelne Wochen / Wochenenden nicht hier.

 

Wir haben 180qm² Wohnfläche in einem alten Bauernhaus. Zusätzlich gibt es zwei ausbaubare Dachböden, die jeweils ca. 100qm² Wfl. ergeben können. Außerdem stehen auf unserem Grundstück zwei kleinere, ehemalige Wirtschaftsgebäude, derzeit in einem unbewohnbaren Zustand, die sich jedoch langfristig für eine autarke Insellösung anbieten. Das Haupthaus wurde vor wenigen Jahren komplett renoviert, wird mit einer Holzzentralheizung beheizt und hat Einzelöfen und Solarthermie. Zusätzlich zu einem Erdkeller und den üblichen Betriebsflächen gibt es eine große Werkstatt.

 

Mit der vorhandenen Wohninfrastruktur können wir uns sehr gut 2-3 permanent am Hof lebende Familien vorstellen, verschiedene bauliche Lösungen zur Schaffung eigener Wohnbereiche für jede Familie sind ohne größeren Aufwand möglich. Für die ersten Jahre des Projekts ist eine Mietlösung angedacht (z.B. auf drei Jahre befristet), wobei die Miete neben den (sehr geringen) Betriebskosten hauptsächlich aus Arbeitsleistung im Projekt und weniger aus bedruckten Papierfetzen bestehen soll. Langfristig sind verschiedene Eigentumsmöglichkeiten denkbar, aber nicht unbedingt notwendig. Konkret sind also nicht die finanziellen Möglichkeiten für eine Aufnahme in die Gemeinschaft entscheidend, sondern die gegenseitige Sympathie, das Engagement und auch die schon vorhandenen Fertigkeiten und Kompetenzen. Der Aufbau eines Betriebs z.B. im Bereich alternativer Energiegewinnung wäre mit der vorhandenen Infrastruktur gut möglich.